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Deutsch-belgisches Freundschaftskonzert
Quelle: OP Marburg vom 9.11.2010
Eine musikalische Partnerschaft: Das sinfonische Blasorchester des VfL 1860 Marburg spielte am Samstag zum zweiten Mal mit dem belgischen Koninklijke Harmonie Sint-Cecilia Orchester aus Jabbeke. von Frederik Koller
Marburg. „Das ist Friedenspolitik”, erklärte Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) am Samstagabend im Bürgerhaus Cappel vor knapp 200 Zuhörern. Gemeint war der Austausch des sinfonischen Blasorchesters des VfL 1860 Marburg mit der Koninklijke Harmonie Sint-Cecilia, einem belgischen Orchester aus Jabbeke. Das belgische Orchester war 2004 das erste Mal zu Gast in Marburg, 2005 besuchten dann die VfL-Musiker die Belgier in Jabbeke, das in der Nähe von Brügge liegt. Bereits im Jahre 2004 und 2005 gaben beide Orchester zusammen Konzerte. So auch am Samstagabend im Cappeler Bürgerhaus.
Das Besondere an diesem Abend war ohne Frage das deutsch-flämische Moderationsduo: Die VfL-Musikerin Stefanie Winter moderierte zusammen mit Dieter Brinkmann, dem Präsidenten des belgischen Orchesters. Brinkmann, der zuvor flämische Grüße von Jabbeker Bürgermeister an Egon Vaupel überbrachte, unterhielt die Zuhörer auf charmante Art und Weise mit seinem gebrochenem Deutsch mit starkem flämischen Akzent.
Den Auftakt des Konzertes gab der VfL Marburg unter der Leitung von Torsten Eckerle, der das Blasorchester seit 2004 dirigiert. Mit Musik aus „Im 80 Tagen um die Welt” von Otto M. Schwarz sowie Musik von John Wiliam und Paul Lavendar demonstrierten die Marburger Musiker ihre spielerische Bandbreite. Dieter Brinkmann, der während seiner Moderation gerne auch einmal Hamburg und Marburg verwechselte, kündigte die Zugabe des VfL als „typisch deutsch” an. Viel Applaus bekamen die 65 Musiker des sinfonischen Blasorchesters aus Marburg für den Radetzky-Marsch, den sie als Zugabe spielten.
Nach der Pause zeigten die Orchestermusiker des Koninklijke Harmonie Sint-Cecilia Jabbeke ihr Können. Unter der Leitung von Dirigentin Cecile Busar spielten die Belgier sowohl moderne als auch klassische Stücke. Viel Beifall bekam das belgische Orchester für die Interpretation des Liedes „Sir Duke”, das auf Stevie Wonders Hommage an den Jazzmusiker Duke Ellington basierte und von Frank Bernaerts arrangiert wurde.
Der Höhepunkt des Abends wurde jedoch durch Moderator Brinkmann gesetzt, der mit seinem Jabbeke Drum Corps mit dem Lied „Samba Drums” die Zuhörer zum mitklatschen anregte. Mode- ratorin Stefanie Winter erläuterte, dass der Jabbeke Drum Corps es allen Menschen ermöglichen wolle, Freude an einem Instrument zu entdecken.
Nachdem das belgische Orchester eine Auswahl aus Liedern des Films „Shrek 2″ spielte, wurden auch die Musiker des VfL Marburgs nochmal auf die Bühne gebeten. Mit einem von Cecile Busar selbst komponierten Lied spielten beide Orchester die letzte Zugabe. Der minutenlang andauernde Applaus der knapp 200 Zuhörer machte deutlich: Die deutsch-flämische Musikfreundschaft hat Wiederholungscharakter.
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